Certified Agile Requirements Specialist (CARS)-Lehrplan

Themengebiete und Lernziele:
Im Folgenden sind die Lernziele nach Themengebieten sortiert beschrieben. Um die Zertifizierungsprüfung zu bestehen, müssen diese Lernziele erreicht werden.

Zur Vorbereitung finden Sie in der Literaturliste alle notwendige Literatur, um die Lernziele zu erreichen.

Alternativ können Sie sich auch mit einem Training auf die Zertifizierung vorbereiten lassen Trainingsangebot unserer Partner

  1. Ziele, Einführung, Grundlagen des Requirements Engineering im agilen Umfeld
Lernziele:
Sie kennen das agile Manifest (Prinzipien und Werte).
Sie kennen die 7 Prinzipien des Lean Software Engineerings.
Sie kennen agile Praktiken (Scrum, XP, Crystal, Kanban).
Sie kennen das Scrum-Framework.
Sie wissen, unter welchen Voraussetzungen sich agile Vorgehensweisen für die Entwicklung von Produkten und Systemen gut eignen.
Sie wissen, welche Scrum-Rollen in einer Produktentwicklung Requirements-Engineering-Aufgaben übernehmen können.

 

  1. Requirements Engineering im agilen Umfeld
Lernziele:
Sie kennen die Ziele des Requirements Engineerings (z.B. gemäß IREB).
Sie können die Prinzipien und Werte des agilen Manifests auf das Requirements-Engineering übertragen.
Sie kennen die Scrum-Events, Artefakte und Rollen, für die Requirements Engineering nützlich ist.

 

  1. Die Produktvision - Was soll eigentlich entwickelt werden?
Lernziele:
Sie sind in der Lage, die Begriffe System, Kontext, Systemgrenze und Kontextgrenze voneinander abzugrenzen.
Sie kennen aus der Modellierung gängige Diagramme, mit denen der Systemkontext dargestellt werden kann.
Sie kennen agile Methoden zur Darstellung der Produktvision.
Sie kennen das Vision Board nach Roman Pichler.
Sie verstehen, was sich hinter den Begriffen MVP/MMP verbirgt.
Sie kennen Kriterien, die in einer Vision enthalten sein sollten.
Sie kennen Impact Mapping.

 

  1. Das Product Backlog - Welche Anforderungen sind wichtig?
Lernziele:
Sie kennen den Begriff Stakeholder und deren Bedeutung.
Sie kennen die Bedeutung von Personas.
Sie kennen den Unterschied zwischen Problem und Lösung.
Sie kennen das Product Canvas nach Roman Pichler.
Sie kennen die klassischen IREB Erhebungstechniken.
Sie kennen Innovation Games.
Sie kennen das Kano-Modell.
Sie können beurteilen, wann und wozu Sie Erhebungstechniken, Innovation Games und Kano-Modell einsetzen.
Sie kennen Möglichkeiten zur natürlichsprachlichen Dokumentation von Anforderungen.
Sie können User Stories einsetzen .
Sie können Use-Case-Spezifikationen einsetzen.
Sie kennen Möglichkeiten zur modellbasierten Dokumentation von Anforderungen.
Sie können Use-Case-Diagramme einsetzen.
Sie können Aktivitätsdiagramme einsetzen.
Sie können Zustandsdiagramme einsetzen.
Sie können beurteilen, wann und wozu Sie diese Dokumentationsarten einsetzen.
Sie kennen MuSCoW als Priorisierungmethode.
Sie kennen Weighted Shortest Job First (WSJF) nach Don Reinertsen als Priorisierungsmethode.
Sie kennen die klassischen IREB Priorisierungsmethoden.
Sie können beurteilen, wann und wozu Sie Priorisierungsmethoden einsetzen.

 

  1. Die Sprint Planung - Das Was und das Wie
Lernziele:
Sie kennen Fragetechniken, die dabei helfen, Akzeptanzkriterien zu finden.
Sie kennen die Charakteristika nicht-funktionaler Anforderungen.
Sie kennen das FURPS-Modell.
Sie kennen Techniken zur Darstellung von verschiedenen Szenarien (Aktivitätsdiagramme, Use Case Beschreibung, Behavior Driven Development, Specification by Example, BPMN).
Sie kennen Techniken zur Beschreibung von Geschäftsregeln (Zustandsdiagramm, Entscheidungsmatrix, Fachklassenmodell).
Sie können Story Mapping anwenden.

 

  1. Der Sprint
Lernziele:
Sie kennen den Unterschied zwischen Projekt- und Produktdokumentation.
Sie können Akzeptanztests erstellen.
Sie kennen die notwendigen Elemente, die in einer Testfallbeschreibung enthalten sind.
Sie wissen, wie sie mit neuen und geänderten Anforderungen während des Sprints umgehen.

 

  1. Das Sprint Review - Abnahme und Erhebung
Lernziele:
Sie wissen, wozu eine Definition of Done dient.
Sie kennen Elemente, die typischerweise in einer Definition of Done enthalten sind.
Sie wissen, welche Ziele im Sprint Review erreicht werden sollen.
Sie wissen, wie sie im Sprint Review mit neuen und geänderten Anforderungen umgehen.

 

  1. Die Sprint-Retro
Lernziele:
Sie kennen die Ziele der Sprint-Retrospektive in Bezug auf Requirements Engineering.

 

  1. Das Backlog Refinement - Das Backlog kontinuierlich pflegen
Lernziele:
Sie kennen die Ziele des Backlog Refinements.
Sie kennen die INVEST-Kriterien.
Sie kennen die 3 Cs für User Stories.
Sie kennen Möglichkeiten, um User Stories zu schneiden (z.B. nach den Patterns von Richard Lawrence).
Sie können Fragetechniken einsetzen, um Backlog Items zu detaillieren.
Sie können Modellierungstechniken einsetzen, um Backlog Items zu detaillieren.
Sie wissen, was man unter Konsolidierungstechniken versteht.
Sie können technische Anforderungen formulieren.
Sie können den Detaillierungsgrad von Backlog Items an die jeweiligen Planungshorizonte anpassen.
Sie können Abhängigkeiten durch Schneiden von User Stories auflösen.
Sie können Qualitätsanforderungen identifizieren.
Sie können Rahmenbedingungen und Constraints identifizieren.
Sie kennen das Prinzip des relativen Schätzens.
Sie haben die Idee von Story Points verstanden.
Sie kennen die Beziehung zwischen User Stories, Akzeptanzkriterien und Testfällen.